Gioia mia (Mein Sommer mit Nonna) / Einführung von der Società Dante Alighieri
Spielfilm von Margherita Spampinato mit Marco Fiore (Nico), Aurora Quattrocchi (Gela), Martina Ziami (Rosa), Camille Dugay Comencini (Violetta) u.a.
Italien 2025, DCP, I/d, 90’
Nico freut sich nicht besonders auf den Sommer in Sizilien bei seiner Grosstante Gela. Im Haus der strenggläubigen Dame ist die Zeit stehengeblieben, und für den Jungen gelten andere Regeln als zu Hause. Statt WLAN für sein Handy empfängt Nico Signale, die nach Auffassung der alten Nachbarinnen von Geistern stammen. Zunächst geraten sich Gela und Nico in die Haare, doch nach und nach entsteht zwischen ihnen eine tiefe Verbindung. Warmherzig und humorvoll erzählte Geschichte eines Generationen-Clashs!
Die italienische Regisseurin Margherita Spampinato schreibt über ihren bewegenden Erstlingsfilm: «Mit der für Kinder typischen Neugier bringt Nico Unordnung, stellt unpassende Fragen, stöbert in Erinnerungen, verunsichert seine ältere Tante und bringt sie dazu, ihm ein Geheimnis zu verraten, das sie noch nie jemandem anvertraut hat: den Verlust einer damals verbotenen Liebe, der sie tief geprägt und sie dazu gebracht hat, sich zu isolieren. Der Film hinterfragt, was trotz der rasanten Entwicklung der heutigen Welt universell und unveränderlich bleibt, und betont die Bedeutung des Austauschs zwischen verschiedenen Generationen und Welten als wichtigen Anreiz, andere und damit auch uns selbst besser zu verstehen und zu akzeptieren.»
«Gioia mia» gewann den italienischen Filmpreis «David di Donatello» als bestes Debüt des Jahres und die 82-jährige Aurora Quattrocchi wurde beim Festival von Locarno als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.
Mo, 2. November, 20.15 Uhr: Einführung auf Italienisch von der Società Dante Alighieri Winterthur.
Gruppo di famiglia in un interno (Gewalt und Leidenschaft) / Einführung von der Società Dante Alighieri
Spielfilm von Luchino Visconti mit Burt Lancaster (Professor), Helmut Berger (Konrad Huebel), Silvana Mangano (Marchesa Bianca Brumonti), Claudia Marsani (Lietta Brumonti), Stefano Patrizi (Stefano) u.a.
Italien/Frankreich 1974, DCP, I/d, 122’
Ein älterer Naturwissenschaftsprofessor lebt zurückgezogen in einer luxuriösen Wohnung im Zentrum von Rom, eingeschlossen zwischen seinen Erinnerungen und seiner Sammlung von Gemälden und Büchern, bis eine Marquise mit derben Manieren die Wohnung im Obergeschoss an drei junge Leute vermietet. Obwohl der Professor sich anfangs von seiner neuen, aus seiner Sicht vulgären, Nachbarschaft abzugrenzen versucht, wird er mehr und mehr in ihre Angelegenheiten und Dramen verstrickt. Bald blickt er neu auf sein Leben.
«Gruppo di famiglia in un interno» trumpft mit einem Staraufgebot auf: In den Hauptrollen sind Burt Lancaster als alternder Professor und Silvana Magnano als exzentrische Marquise Bianca Brumonti sowie Helmut Berger als deren junger Liebhaber Konrad zu sehen. Es handelt sich um ein Spätwerk von Luchino Visconti, bekannt für Filme wie «Ossessione», «Rocco e i suoi fratelli» oder «Il gattopardo». 50 Jahre nach dem Tod des Regisseurs hat dieses meisterhaft inszenierte Kammerspiel nichts von seinem Sog eingebüsst. Es bietet eine engagierte Reflexion über die sozialen Umbrüche der 1970er-Jahre.
«Der Atem des Todes, die Unfähigkeit der Kunst, die Einsamkeit des Menschen zu überwinden, die Sehnsucht nach verwehrter Vaterschaft und, bei den jungen Menschen, die Suche nach dem Vater, die Faszination, die das Böse und das Gute auf diejenigen ausüben, die sie nicht besitzen ... Und ausserdem: der unvermeidliche Zerfall jenes sozialen Kerns, der einst die Familie war, die verwirrende historische Realität, die Italien und Europa durchzieht, und schliesslich der alte, unheilbare Pessimismus über das Schicksal der Menschen, über ihre Unfähigkeit zu lieben, zusammengefasst in der ironischen Anspielung des Titels auf ein soziales Modell und eine Form der Malerei, die seit Jahrhunderten unwiederbringlich begraben sind. So viel hat Visconti in diesen Film gepackt, der vielleicht einer seiner persönlichsten, sicherlich aber einer seiner aufrichtigsten bleiben wird.» (Giovanni Grazzini, Corriere della Sera)
Mo, 9. November, 20.15 Uhr: Einführung auf Italienisch von der Società Dante Alighieri Winterthur.
Christine / Einführung von Julius Schmidt (Kino Cameo)
Spielfilm von John Carpenter mit Keith Gordon (Arnie Cunningham), John Stockwell (Dennis Guilder), Alexandra Paul (Leigh Cabot), Roberts Blossom (George LeBay), Robert Prosky (Will Darnell) u.a.
US 1983, Digital HD, E/e, 110’
USA, 1978: Der 17-jährige Arnie, der in der Highschool gemobbt wird, ist auf der Suche nach seiner eigenen Identität. Eines Tages entdeckt er in einem Hinterhof einen heruntergekommenen 1958er Plymouth Fury «for sale», in den er sich geradezu verliebt. Er kauft und restauriert den in die Jahre gekommenen Wagen namens Christine mit seiner ikonischen rot-weissen Speziallackierung. Dieser ergreift immer mehr Besitz von Arnie, der sich charakterlich verändert und sich mehr und mehr von seinen Freund:innen und Eltern entfremdet. Bald stellt sich heraus, dass es sich bei Christine nicht um einen einfaches Gefährt, sondern um ein dämonisches Killerauto handelt.
Der einflussreiche US-amerikanische Horror- und Science-Fiction-Regisseur John Carpenter («Halloween», «The Fog», «Escape from New York») spielt in diesem Film mit der Angst, die im Alltäglichen angelegt ist. Während das Auto im US-amerikanischen Kontext für Freiheit, Unabhängigkeit und den American Dream steht und mit einem gewissen Stolz verbunden wird, treibt «Christine» seine Fetischisierung satirisch auf die Spitze. Der Film führt – lustvoll und mit faszinierenden Trickeffekten – eine Technologie vor, die auf unheimliche Weise gegen den Menschen aufbegehrt. «Christine» basiert auf Stephen Kings gleichnamigen Horror-Roman aus dem Jahr 1983.
Mi, 11.11., 20.15 Uhr: Einführung von Julius Schmidt (Kino Cameo).
La vita da grandi (Das Leben als Erwachsene) / Einführung von der Società Dante Alighieri
Spielfilm von Greta Scarano mit Matilda De Angelis (Irene), Yuri Tuci (Omar), Maria Amelia Monti (Piera), Ariella Reggio (Marilù), Adriano Pantaleo (Ugo), Gloria Coco (Cleta), Paolo Hendel (Walter) u.a.
Italien 2025, DCP, I/d, 95’, ab 16 Jahren
Irene, die drauf und dran ist, sich ein Leben in Rom aufzubauen, kehrt nach Rimini zurück, um für ein paar Tage auf Omar, ihren 40-jährigen autistischen Bruder, aufzupassen. Anders als ihre Mutter, die sich normalerweise um Omar kümmert, will Irene ihm zu mehr Selbständigkeit verhelfen. Schnell stellt sie fest, dass Omar insgeheim klare Vorstellungen von seiner Zukunft hat: Er möchte heiraten und Kinder haben, vor allem aber will er unbedingt als Kandidat in die populäre TV-Talentshow «Yes You Can», um ein Rap-Star zu werden. Sowohl für Irene als auch für Omar wird ihr Zusammensein zu einem Crashkurs in Sachen Erwachsen-Werden.
Mit Leichtigkeit, aber trotzdem auf differenzierte Weise behandelt die Komödie die Themen Autismus, soziale Inklusion und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung. Die Geschichte der zwei Geschwister basiert auf wahren Begebenheiten. Greta Scaranos gelungener Debütfilm ist eine Adaption der als Buch veröffentlichten Lebensgeschichte der Geschwister Damiano und Margherita Tercon («Mia sorella mi rompe le balle»). Die Rolle von Omar wird auf authentische Weise von Yuri Tuci, selbst autistisch, gespielt.
Sa, 14. November, 18 Uhr: Einführung auf Italienisch von der Società Dante Alighieri Winterthur.
From Ground Zero – Filmtour 2026 / Diskussionsrunde mit Ärzte ohne Grenzen
Kurzfilme von diversen Regiseur:innen
«From Ground Zero» versammelt Filme, die von palästinensischen Filmschaffenden im Gazastreifen realisiert wurden. Auf persönliche Weise zeigen sie, was Krieg für das Leben der Menschen bedeutet: die zerstörte Gesundheitsversorgung, die mangelnde Grundversorgung und die Verwundbarkeit der Zivilbevölkerung.
«Sehr kleine Träume» – Etimad Washah (20′)
In den Notunterkünften von Rafah mangelt es an Shampoo, Seife, Handtücher, Tampons. Etimad Washahs Film gibt Einblick in alternative und innovative Mittel, die palästinensische Frauen im Gazastreifen anwenden, um ihre körperliche Würde aufrechtzuerhalten – insbesondere während der Menstruation, Schwangerschaft, Geburt und der Zeit danach. «Sehr kleine Träume» ist eine stumme Reise, die eine Situation vor Augen führt, in der selbst grundlegendste Bedürfnisse zu unerreichbaren Träumen werden.
«Hassan» – Mohammad Alshareef (30′)
Als der Kampf um Nahrungsmittel im nördlichen Gazastreifen eskaliert, versucht der 17-jährige Hassan einen Sack Mehl aufzutreiben und nach Hause zu bringen. Dabei wird er von israelischen Soldaten verhaftet, verbringt vier Tage in Haft und wird zwangsumgesiedelt in den Süden des Gazastreifens. Auf sich allein gestellt zieht er von einer Notunterkunft zur nächsten, auf der Suche nach Nahrung und einem Schlafplatz. In «Hassan» spricht er über seine Situation, darüber, was ihn umtreibt und was er hofft.
Der Eintritt ist frei, die Platzzahl begrenzt. Bitte melden Sie sich via Ticketlink bei Ärzte ohne Grenzen an.
So, 15. November, 17.30 Uhr: Im Anschluss an die beiden Kurzfilme moderiertes Gespräch zu den Filmen und der Situation im Gazastreifen.
From Inside Out – Die Architektur von Peter Zumthor / 3D-Vorstellung / Einführung im Rahmen der Filmreihe «Architektur im Film»
Dokumentarfilm von Wim Wenders mit Peter Zumthor
Deutschland/CH 2026, DCP, OV/d/f, 91’
Was macht einen Raum zu einem Ort mit Seele? Wim Wenders befasst sich 14 Jahre lang mit dem Universum des Schweizer Pritzker-Preisträgers Peter Zumthor, und macht dessen Architektur aus der Perspektive von Besucher:innen, Bewohner:innen und Handwerker:innen spürbar. Die Zuschauer:innen wandern durch das mystische Licht der Therme Vals, spüren die sakrale Ruhe der Bruder-Klaus-Feldkapelle am Nordrand der Eifel im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland. Zudem lässt er teilhaben an der Entstehung visionärer Projekte wie des Los Angeles Country Museum of Art oder des Erweiterungsbaus der Fondation Beyeler, der im Herbst 2026 eröffnet wurde.
Mit dem gemeinsamen Kurzfilm «Notes from a Day in the Life of an Architect» schufen Regisseur Wim Wenders und der Architekt Peter Zumthor auf Einladung von David Chipperfield ihr erstes gemeinsames Projekt. Ihre ähnliche Arbeitsweise führte zum Wunsch nach einem grösseren Folgeprojekt. Ein Zusammentreffen von zwei Ikonen ihres Fachs, die beide kompromisslos von innen heraus arbeiten.
Im Cameo ist der Dokumentarfilm an folgenden Vorstellungen in 3D zu sehen:
Mi, 18.11., 19 Uhr
Do, 19.11., 18 Uhr
Fr, 20.11., 20.30 Uhr
Mi, 18.11., 19 Uhr: Kurze Einführung im Rahmen der Filmreihe «Architektur im Film» von Jasmin Meier (SIA Winterthur).
From Inside Out – Die Architektur von Peter Zumthor / 3D-Vorstellung
Dokumentarfilm von Wim Wenders mit Peter Zumthor
Deutschland/CH 2026, DCP, OV/d/f, 91’
Was macht einen Raum zu einem Ort mit Seele? Wim Wenders befasst sich 14 Jahre lang mit dem Universum des Schweizer Pritzker-Preisträgers Peter Zumthor, und macht dessen Architektur aus der Perspektive von Besucher:innen, Bewohner:innen und Handwerker:innen spürbar. Die Zuschauer:innen wandern durch das mystische Licht der Therme Vals, spüren die sakrale Ruhe der Bruder-Klaus-Feldkapelle am Nordrand der Eifel im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland. Zudem lässt er teilhaben an der Entstehung visionärer Projekte wie des Los Angeles Country Museum of Art oder des Erweiterungsbaus der Fondation Beyeler, der im Herbst 2026 eröffnet wurde.
Mit dem gemeinsamen Kurzfilm «Notes from a Day in the Life of an Architect» schufen Regisseur Wim Wenders und der Architekt Peter Zumthor auf Einladung von David Chipperfield ihr erstes gemeinsames Projekt. Ihre ähnliche Arbeitsweise führte zum Wunsch nach einem grösseren Folgeprojekt. Ein Zusammentreffen von zwei Ikonen ihres Fachs, die beide kompromisslos von innen heraus arbeiten.
Im Cameo ist der Dokumentarfilm an folgenden Vorstellungen in 3D zu sehen:
Mi, 18.11., 19 Uhr
Do, 19.11., 18 Uhr
Fr, 20.11., 20.30 Uhr
Mi, 18.11., 19 Uhr: Kurze Einführung im Rahmen der Filmreihe «Architektur im Film» von Jasmin Meier (SIA Winterthur).
Imagine Peace / Gespräch mit Fabian Chiquet (Regie)
Dokumentarfilm von Fabian Chiquet mit Edith Ballantyne u.a.
CH 2026, DCP, OV/d/f, 95’
Sie hat über ein Jahrhundert erlebt – und einen grossen Teil davon dem Frieden gewidmet: Edith Ballantyne. Als 16-Jährige floh sie 1938 vor den Nationalsozialisten aus dem Sudetenland nach Kanada. Später engagierte sie sich in der Women’s International League for Peace and Freedom (WILPF), ab 1969 als Generalsekretärin, später als Präsidentin. In ihren letzten Lebensjahren begleitete Fabian Chiquet die bis zuletzt unermüdliche Aktivistin filmisch. Noch als 100-Jährige ruft sie – erschüttert über den Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten – gemeinsam mit involvierten Aktivistinnen zum Dialog auf. Fabian Chiquets Porträt fragt auch, was Friedensarbeit in einer Welt zunehmender Aufrüstung bewirken kann.
Do, 19.11., 20 Uhr: Nach dem Film Gespräch mit Fabian Chiquet (Regie) und Helena Nyberg (WILPF), moderiert von Livia Kozma (Moderatorin).
From Inside Out – Die Architektur von Peter Zumthor / 3D-Vorstellung
Dokumentarfilm von Wim Wenders mit Peter Zumthor
Deutschland/CH 2026, DCP, OV/d/f, 91’
Was macht einen Raum zu einem Ort mit Seele? Wim Wenders befasst sich 14 Jahre lang mit dem Universum des Schweizer Pritzker-Preisträgers Peter Zumthor, und macht dessen Architektur aus der Perspektive von Besucher:innen, Bewohner:innen und Handwerker:innen spürbar. Die Zuschauer:innen wandern durch das mystische Licht der Therme Vals, spüren die sakrale Ruhe der Bruder-Klaus-Feldkapelle am Nordrand der Eifel im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland. Zudem lässt er teilhaben an der Entstehung visionärer Projekte wie des Los Angeles Country Museum of Art oder des Erweiterungsbaus der Fondation Beyeler, der im Herbst 2026 eröffnet wurde.
Mit dem gemeinsamen Kurzfilm «Notes from a Day in the Life of an Architect» schufen Regisseur Wim Wenders und der Architekt Peter Zumthor auf Einladung von David Chipperfield ihr erstes gemeinsames Projekt. Ihre ähnliche Arbeitsweise führte zum Wunsch nach einem grösseren Folgeprojekt. Ein Zusammentreffen von zwei Ikonen ihres Fachs, die beide kompromisslos von innen heraus arbeiten.
Im Cameo ist der Dokumentarfilm an folgenden Vorstellungen in 3D zu sehen:
Mi, 18.11., 19 Uhr
Do, 19.11., 18 Uhr
Fr, 20.11., 20.30 Uhr
Mi, 18.11., 19 Uhr: Kurze Einführung im Rahmen der Filmreihe «Architektur im Film» von Jasmin Meier (SIA Winterthur).
Enjoy Your Stay / Gespräch mit Dominik Locher (Regie) und Anna Schmid (Sans-Papiers Anlaufstelle Zürich)
Spielfilm von Dominik Locher mit Mercedes Cabral (Luz), Alexis Maneti (Thibault), Anna Luna (Aileen), Hasmine Killip (Mae) u.a.
CH 2026, DCP, OV/d/f, 100’
Luz, ihre Freundin Aileen und weitere philippinische Frauen reinigen während der Wintersaison Luxus-Chalets in Verbier. Ohne Papiere arbeitend, leben sie in der ständigen Angst, entdeckt und abgeschoben zu werden. Als Luz schnell zu viel Geld kommen muss, um das Sorgerecht für ihre Tochter nicht zu verlieren, bleibt ihr keine Wahl: Sie muss noch schneller noch mehr verdienen, auch wenn das bedeutet, dass sie ihre Community verraten und gegen ihre eigenen moralischen Werte handeln muss.
Dominik Locher trug die Idee zu einem solchen Film schon lange mit sich herum und schloss sich daher mit der philippinischen Drehbuchautorin Honeylyn Joy Alipio zusammen. Sie war selbst betroffen, da ihre Mutter während ihrer Kindheit ebenfalls im Ausland arbeitete. Gemeinsam begannen sie die Geschichte zu recherchieren und sich mit Menschen aus allen Gesellschaftsschichten auszutauschen, bevor sich das Bild der Protagonistin nach und nach herauskristallisierte. Dominik Locher und Honeylyn Joy Alipio zeigen ein System, in dem Regeln existieren, aber nicht für alle gelten. Dabei gelingt es ihnen, die Frauen nicht als Opfer darzustellen. Ein authentischer Blick in die stark von Arbeitsmigration abhängige Tourismusbranche.
Do, 26. November, 20.15 Uhr: Nach dem Film Gespräch mit Dominik Locher (Regie) und Anna Schmid (Sans-Papiers-Anlaufstelle Zürich), moderiert von Laura Walde (Kino Cameo).
Was an Empfindsamkeit bleibt / Gespräch mit Daniela Magnani-Hüller (Regie)
Dokumentarfilm von Daniela Magnani Hüller
Deutschland 2026, DCP, D/f, 91’, ab 16 Jahren
Vor 14 Jahren hat Daniela Magnani Hüller als 16-Jährige einen versuchten Femizid überlebt. Wie konnte es dazukommen? Ihr Dokumentarfilm arbeitet den Fall auf. Behutsam, aber ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, führt sie Gespräche mit Bekannten ihres damaligen Umfelds sowie mit Menschen, die bei ihrer medizinischen Versorgung und der Gerichtsverhandlung eine Rolle gespielt haben. Im Kern dieser Gespräche dringt eine Untätigkeit der Institutionen durch. Mit Super-8- und Digicam-Aufnahmen bringt sie ihre Gedankenwelt ein. Dabei ist die bewusst distanzierte Darstellung erschreckend nahetretend. Ein Film, der Anlass zum Reden gibt.
So, 29.11., 11 Uhr: Nach dem Film Gespräch mit Daniela Magnani-Hüller (Regie), moderiert von Nele Schweichel (Kinder- und Jugendpsychiaterin FMH).
Eine Veranstaltung im Rahmen von «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» und von Let's Doc! Jeden November und in der ganzen Schweiz ist Let’s Doc! ein Monat, um die Vielfalt des Dokumentarfilms zu entdecken, Filmemacher:innen und Gäste kennen zu lernen und über Themen zu diskutieren, die unsere Gesellschaft bewegen.