Horrorfilm von Kimberly Peirce, mit Julianne Moore, Chloë Grace Moretz, Gabriella Wilde u.a.
US 2013, Digital HD, 100', OV/d, ab 16 J.
Carrie wächst als Einzelkind bei ihrer Mutter Margaret auf. In der Schule wird sie gemobbt, daheim wird sie von der fanatisch-religiösen Mutter im Wandschrank eingeschlossen, wo sie «beten» muss. Mit der Zeit erkennt das Mädchen, dass sie über telekinetische Kräfte verfügt, die mit jeder Demütigung wachsen. Als ihre Mitschüler*innen sie am Abschlussball erneut schikanieren, nimmt Carrie Rache.
Kimberly Peirce hat mit «Carrie» bereits die dritte Verfilmung des gleichnamigen Debütromans von Stephen King realisiert. Bekannt sein dürfte die Fassung von Brian De Palma aus dem Jahr 1976. Wie die beiden Vorgängerfilme hält sich auch Kimberly Peirce nahe an die Romanvorlage. Sie modernisiert die Geschichte aber, um der Entwicklung der mehr als vier Jahrzehnte seit der letzten Verfilmung Rechnung zu tragen. Das äussert sich in einer weit grausameren Art und Weise, wie das Mädchen Carrie von ihren Mitschüler*innen drangsaliert wird. Denn das von King thematisierte Phänomen des Mobbings ist nie verschwunden, sondern hat in den multimedialen Zeiten an Brutalität hinzugewonnen.