Direkt zum Inhalt

La chimera

Trailer

Spielfilm von Alice Rohrwacher, mit mit Josh O’Connor (Arthur), Isabella Rossellini (Flora), Carol Duarte (Italia), Alba Rohrwacher (Frida), Vincenzo Nemolato (Plato) u.a.

Italien/Frankreich/Schweiz 2023, DCP, I/d/f, 134’, ab 16 Jahren

Der junge Arthur (Josh O’Connor, bekannt als Prinz Charles aus der Serie «The Crown»), ein Brite von mürrischem und verträumtem Gemüt, raubt mit seinen Freund:innen Schätze aus etruskischen Gräbern. Schauplatz ist das ehemalige Etrurien im Norden der Appenninhalbinsel, Anfang der 1980er Jahre. Er ist der Anführer der Tombaroli: Grabräuber, die schwer zugängliche Grabkammern aus der Zeit der Etrusker plündern und die antiken Fundstücke illegal verkaufen. Es sind Menschen am Rande der Gesellschaft – Zirkusleute, Vagabunden und eine autonome Frauengemeinschaft, die in einem verfallenen Palast lebt. Dank Arthurs Intuition und einer Wünschelrute spüren sie die verschollenen Stätten im Untergrund auf. Doch eigentlich sucht er auch nach dem mythischen Tor in die Unterwelt, um seine verflossene Liebe Beniamina, die Tochter der eleganten Gräfin Flora (Isabelle Rossellini), wiederzufinden. 

Erneut entführt Alice Rohrwacher («Lazzaro felice», «Le meraviglie») das Publikum auf eine Reise in die Vergangenheit Italiens, die bis in die Gegenwart nachwirkt. Wundersam entrückte Bilder unterstreichen den Schwebezustand, in dem sich die Figuren befinden. Rohrwacher und ihre preisgekrönte Kamerafrau Hélène Luvart arbeiten mit verträumten Bildern und verweben analoge 35mm- und 16mm-Bilder. «La chimera», in Cannes im Wettbewerb aufgeführt, ist ein sinnliche Reise und eine politische Reflektion über den Stellenwert des historischen Erbes und der Frage, wem es gehört.

La chimera
La chimera
La chimera
La chimera
La chimera
La chimera