Spielfilm von Damiano Michieletto, mit Tecla Insolia (Cecilia), Michele Riondino (Antonio Vivaldi), Andrea Pennacchi (Verwalter), Valentina Bellè (Elisabetta Parolin) u.a.
Italien/Frankreich 2024, DCP, I/d/f, 110’, ab 16 Jahren
Im Venedig des frühen 18. Jahrhunderts lebt die begabte Geigerin Cecilia im grössten Waisenhaus Venedigs, dem Ospedale della Pietà. Dort erhalten besonders talentierte Waisenmädchen eine musikalische Ausbildung, um mit dem Orchester reiche Mäzene als Geldgeber für das Waisenhaus zu gewinnen. Cecilia hofft, durch eine Hochzeit bald aus dem Ospedale herauszukommen. Doch mit der Ankunft eines neuen Geigenlehrers – Antonio Vivaldi – erhält ihr Leben eine unerwartete Wende.
«Primavera – Vivaldi und ich» ist ein aufwändig inszeniertes und musikalisch ausgefeiltes Historiendrama, das die Emanzipationsgeschichte einer jungen Frau erzählt. Es handelt sich um den Debütfilm des erfolgreichen italienischen Bühnenregisseurs Damiano Michieletto, der besonders für seine Operninszenierungen bekannt ist. Das Drehbuch des Films basiert auf dem historischen Roman «Stabat Mater» des italienischen Schriftstellers Tiziano Scarpa.
Antonio Vivaldi unterrichtete 40 Jahre im Ospedale della Pietà, wo der grösste Teil seiner Sonaten und Violinkonzerte entstand. 1741 starb der Komponist mittellos. Erst 200 Jahre später wurde sein Werk, darunter «Die vier Jahreszeiten», wiederentdeckt.
