Spielfilm von Laura Citarella, mit Laura Paredes (Laura), Ezequiel Pierri (Ezequiel), Rafael Spregelburd (Rafa), Elisa Carricajo (Elisa Esperanza), Verónica Llinás (Romina) u.a.
Argentinien/Deutschland 2022, DCP, Sp/d, 260’
Laura, eine junge Biologin aus Buenos Aires, kommt für einen Forschungsauftrag in die Provinzstadt Trenque Lauquen. Dann, eines Tages, verschwindet Laura. Zwei Männer – ihr Ehemann und ihr Fahrer – begeben sich auf ihre Spur, beide lieben sie, beide verstehen ihr Verschwinden nicht. Auf ihrer Suche stossen die zwei auf einige Rätsel. Spielt die Autorin Alexandra Kollontai eine Rolle, von der Laura zuletzt las? Was hat es mit dem geheimnisvollen Briefwechsel auf sich, den Laura zufällig in der lokalen Bibliothek in Büchern gefunden hatte? Während sich die beiden gemeinsam auf die Suche nach ihr machen, hält eine unheimliche Entdeckung im See des örtlichen Parks die Menschen in Atem. Laura Citarella, Mitglied des argentinischen Filmkollektivs El Pampero Cine, feiert mit ihrem dritten Spielfilm die Lust am Geschichtenerzählen und verbindet Detektivgeschichte, Liebesfilm, Film noir und Mysterydrama zu einem lynchesken Erlebnis, das entfernt an Twin Peaks erinnert.
Laura Citarella gilt als eine der eigenwilligsten Stimmen des Nuevo Cine Argentino. International für Aufmerksamkeit hat sie bereits 2018 gesorgt, als sie «La Flor» produzierte. Der Film gilt mit einer Dauer von 808 Minuten als längster argentinischer Spielfilm und ist über einen Zeitraum von zehn Jahren entstanden. Mit der gleichen Ausdauer arbeitet Laura Citarella nun als Regisseurin: So umfasst die Drehzeit von «Trenque Lauquen» ganze sechs Jahre.
So, 22. Februar, 14 Uhr: 260-minütige Filmreise, zur Stärkung Empanadas in der Pause.
